{"id":7405,"date":"2022-11-23T13:50:42","date_gmt":"2022-11-23T12:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.danilopepatofranci-pittore.it\/barbara-cappello\/"},"modified":"2023-02-16T08:03:52","modified_gmt":"2023-02-16T07:03:52","slug":"barbara-cappello","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.danilopepatofranci-pittore.it\/de\/barbara-cappello\/","title":{"rendered":"Barbara Cappello"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"7405\" class=\"elementor elementor-7405 elementor-7020\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-47a8348a elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"47a8348a\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-5ddd84c1\" data-id=\"5ddd84c1\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-37fcb5ed elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"37fcb5ed\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t<style>\/*! elementor - v3.21.0 - 26-05-2024 *\/\n.elementor-widget-text-editor.elementor-drop-cap-view-stacked .elementor-drop-cap{background-color:#69727d;color:#fff}.elementor-widget-text-editor.elementor-drop-cap-view-framed .elementor-drop-cap{color:#69727d;border:3px solid;background-color:transparent}.elementor-widget-text-editor:not(.elementor-drop-cap-view-default) .elementor-drop-cap{margin-top:8px}.elementor-widget-text-editor:not(.elementor-drop-cap-view-default) .elementor-drop-cap-letter{width:1em;height:1em}.elementor-widget-text-editor .elementor-drop-cap{float:left;text-align:center;line-height:1;font-size:50px}.elementor-widget-text-editor .elementor-drop-cap-letter{display:inline-block}<\/style>\t\t\t\tDer Mensch war immer bem\u00fcht, ein Fragment der Zeit festzuhalten, es unverg\u00e4nglich zu machen, in dem Versuch, den Stillstand der nat\u00fcrlichen Dinge zu verewigen; und er wird immer in der Gewalt dieses krampfhaften Handelns sein. Und insbesondere der K\u00fcnstler ist hier ein Meister, weil er sich dieser Rolle des Boten des unwiederholbaren Augenblicks unbewusst bewusst wird.In der Welt von Danilo Pepato Franci, in der der Fortschritt der 1950er Jahre unaufhaltsam voranschreitet, f\u00fchlt er sich als Prodrom jener Zeit, in der die Natur noch mit unverseuchtem Leib atmet und der Raum, den sie gro\u00dfz\u00fcgig zur Verf\u00fcgung stellt, ein Ort der Symbiose mit dem Menschen ist, vielmehr als mit der Tierwelt. Die Resilienz der Nachkriegszeit im zwangigsten Jahrhundert, die das Ende von Not, Leid und Armut verk\u00fcndet, entsprie\u00dft der Mechanisierung der St\u00e4dte, der Zementierung von Wohn- und Gewerberaum, dem kurzlebigen Konsumgut, dem wirtschaftlichen Wohlergehen, dem Bed\u00fcrfnis nach Verg\u00e4nglichem und der immer am Objekt gekoppelten Realit\u00e4ts-verbundenheit, anstatt der Suche nach einer biologischen und physiologischen Beziehung zum nat\u00fcrlichen Element. Wenn Fortunato Depero der direkteste und offensichtlichste Zeuge des Futurismus ist, den wir jetzt vielleicht schon mit einer Art \u201epost-avantgardistischem Anthropozentris-mus\u201c \u00fcbertroffen haben, so ist Danilo Pepato Franci der unschuldige Ausdruck, der uns die majest\u00e4tische Zer-brechlichkeit des nat\u00fcrlichen unkontaminierten Elements zeigt, das nicht von Menschenhand verunreinigt ist.In einem noch weiter zur\u00fcckliegenden Zeitraum schrieb Wilhelm Heinrich Riehl 1853 in \u201eLand und Leute\u201c: &#8230;\u201cRot-tet den Wald aus, ebnet die Berge ein und sperrt die See ab, wenn ihr die Gesellschaft in gleichgeschliffener, gleichgef\u00e4rbter Stubenkultur ausebnen wollt, anstatt die Ausbil-dung ihrer geistigen Dimension zu f\u00f6rdern\u201c.Dieser Verweis passt perfekt zu den \u00dcberlegungen, die in den Werken von Danilo Pepato Franci zum Ausdruck kommen. Sie erz\u00e4hlen. Sie beschreiben. Und gerade eine Natur, deren spirituelle Dimension pr\u00e4sent ist und aus seinen Pinselstrichen hervortritt. Von den Gr\u00fcnt\u00f6nen sei-ner \u00fcppigen, einsamen W\u00e4lder. Von den Lichtblitzen, die die Oberfl\u00e4che der bewaldeten Seen S\u00fcdtirols streicheln. Von den schneebedeckten Dolomitenfelsen, die vom Rosa einer verhei\u00dfungsvollen Morgend\u00e4mmerung gek\u00fcsst werden. Von den ligurischen Marinen, die nach mediterraner\n<blockquote>\n<h5>Schlie\u00dflich, was Tag um Tag die Natur allm\u00e4hlich den Dingen zulegt, wie sie allm\u00e4hlich das Wachstum also bef\u00f6rdert. Das kann nimmer ein Auge ersp\u00e4hn mit gespanntestem Blicke. Ebenso wenig vermagst du zu sehn, was das d\u00f6rrende Alter wegnimmt, oder am Meer, was die \u00fcberh\u00e4ngenden Felsen, welche das Salz zernaget, in jedem Augenblick verlieren.<\/h5>\n<h6>Titus Lucretius Carus<\/h6>\n<\/blockquote>\nMeditation duften. Dieser Naturk\u00f6rper in Pepatos Aquarellen eher als in seinen fetten Temperas, ist der K\u00f6rper, der heute mehrfach gesch\u00e4ndet, gepl\u00e4ttet, seiner Freiheit beraubt wird, und zwar bereits ab dem Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts bis zum heutigen Tag. Dennoch sind seine Werke ein offenes Fenster, das den Blick auf jenen fraktalen Moment \u00f6ffnet, in dem jener K\u00f6rper sich nackt von der menschlichen Verkleidung des Fortschritts pr\u00e4sentiert und sich als g\u00f6ttliches Wesen ausgibt, dem wir uns zuwenden k\u00f6nnen, unseren eigenen Gedanken, dem instinktiven Geist, der immer noch in uns atmet und diese Nahrung braucht. Danilo Pepato Franci interpretiert aber auch seine eigene Zeit, einen zeitlichen Raum der Affirmation, der sich der Moderne zuwendet, indem er versucht, urbane Ansichten seiner Wahlheimat Bozen zu verewigen. Sicherlich sind es Z\u00fcge, die an jene Zeit ankn\u00fcpfen, manchmal nicht allzu gut definiert, manchmal durch die Architektur des Ventennio kontaminiert. Aber sie haben den gemeinsamen Nenner einer Stillleben-Poesie: statisch, vom Leben abgeschnitten. Poesie, die wir in seinen Blumenbildern finden, wie in den \u00c4pfeln, die auf einem Tischtuch verstreut sind. Der postimpressionistische Ausdruck von Danilo Pepato Franci ist also eine bildliche Dialektik, die er selbst in seiner Zeit lebt. Vielleicht sind die kontrastierenden Themen, die er malt, Ausdr\u00fccke seiner Zeitgeschichte. Eine Chronik mit gesteigertem Wert, da das Risiko besteht, dass die Besinnlichkeit der Natur, so wie er sie in seinen Gem\u00e4lden beschreibt, verloren geht; vergleichbar mit den Worten von Lukrez: \u201e&#8230; ebenso wenig vermagst du zu sehn, was das d\u00f6rrende Alter wegnimmt, oder am Meer, was die \u00fcberh\u00e4ngenden Felsen, welche das Salz zernaget, in jedem Augenblick verlieren.\u201cDie wunderbare Unschuld der Werke von Danilo Pepato Franci ist also nichts anderes als die Sch\u00e4rfe des Blicks, der das erfasst, was die Natur und die Tage den K\u00f6rpern im geistigen Wachstum schenken, als reflexiven Respekt vor den lukretischen Worten. Natur zum Nachdenken&#8230;\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8db5276 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"8db5276\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p>&#8222;Trient, Dezember 2021&#8220;<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mensch war immer bem\u00fcht, ein Fragment der Zeit festzuhalten, es unverg\u00e4nglich zu machen, in dem Versuch, den Stillstand der nat\u00fcrlichen Dinge zu verewigen; und er wird immer in der Gewalt dieses krampfhaften Handelns sein. 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